Steckbrief: Popillia japonica (Popija) - Japankäfer

Japankäfer; Spürhunde; Popillia japonica;

Name:

Popillia japonica (Newman,1838) (Coleoptera: Scarabaeidae),

engl.: Japanese beetle

Genus:Popillia

   Kingdom: Animalia

      Phylum: Arthropoda

         Subphylum: Hexapoda

            Class: Insecta

               Order: Coleoptera

                  Family: Scarabaeidae

                     Genus: Popillia

                        Species: Popillia japonica

Natürliches Vorkommen:

heimisch in Japan, Korea, Ost-Russland, Seit 1916 bereits in USA nachgewiesen.

Eier, Larven und Käfer:

  • weissliche Eier (ca. 1.5mm), welche in den obersten 10cm des Bodens gelegt werden. Wachsen während ihrer Entwicklung zur Larve.
  • Larve, wird auch Engerling genannt ist von weisslicher Farbe mit einem etwas gelblich braunen Kopf mit bereits kräftig ausgebildetem Mundwerkzeug. Die Larve besitzt 6 Beine in den ersten 3 Brustsegmenten. Die 10 Hinterleibssegmente sind Beinfrei.
  • Unterschied zu anderen Engerlinge: Die äusserste Zellschicht der Larve (Cuticula) ist von Häärchen bedeckt. Diese sind bei der Japankäferlarve v-förmig ventral auf dem Hinterleibssegment angeordnet. Auch gibt es unterschiede an der Analöffnung.
  • Die Larven durchlaufen 3 Entwicklungsstadien.
  • Die Puppe ist farblos (cremefarbig) und nimmt langsam die Farbe des Käfers an.
  • Die erwachsenen Käfer sind ca 1cm lang und 0.5 cm breit. Die Weibchen meist etwas grösser.
  • Der Körper ist dunkel grün-metallisch gefärbt nicht jedoch die Flügeldecken. Diese sind kupferbraun und bedecken auch nicht komplett den ganzen Hinterleib.
  • Der Körper des Japankäfers besitzt seitlich am Abdomen 5 und am Hinterleibsegment 2 weisse Haarbüschel.
  • Der Unterscheid von Weibchen und Männchen ist an deren Schienbeinsporne zu erkennen. Weibchen haben spatelförmige und Männchen hakenförmige Sporne.

Alle Bilder unter common use EPPO

Der Lebenszyklus: (aus Wikipedia)

Der Japankäfer bildet in der Regel eine Generation pro Jahr. Die Larven überwintern ca. 15 bis 20 cm tief im Boden. Bei Erwärmung des Bodens im Frühjahr auf über 10 °C steigen sie auf ca. 2,5 bis 5 cm Bodentiefe auf und fressen an den Wurzeln von Gräsern. Nach 4 bis 6 Wochen verpuppen sie sich. Der adulte Käfer schlüpft in Abhängigkeit des Breitengrades zwischen Mai und Juli. Kurz darauf beginnt die Paarung. Die Weibchen produzieren hierfür den Sexuallockstoff (Pheromon) "Japonilure". Es kann zu Ansammlungen von einer Vielzahl an Männchen um ein einziges jungfräuliches Weibchen kommen. Die Weibchen können in ihrer Lebenszeit von ca. 30 bis 45 Tagen zwischen 40 und 60 Eier legen. Diese legen sie bevorzugt in mit Weidegräsern bewachsene feuchte, lehmige Böden ab. Nach 10 bis 14 Tagen schlüpfen die jungen Larven aus den Eiern und ernähren sich von feinen Wurzeln und organischem Material in den obersten 5 cm des Bodens. Bis zum Spätherbst haben die Larven das dritte Entwicklungsstatium erreicht. Sinkende Bodentemperaturen veranlassen die Larven dann, tiefer in den Boden zu wandern, um dort zu überwintern.

Von Joel Floyd - USDA APHIS (Animal and Plant Health Inspection Service) publication; also (smaller) in the artist’s portfolio, where the medium is specified as acrylic., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59426662
Von Joel Floyd - USDA APHIS (Animal and Plant Health Inspection Service) publication; also (smaller) in the artist’s portfolio, where the medium is specified as acrylic., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59426662

Natürliche Verbreitung:

Der Käfer legt in der Regel 500-700m /Tag zurück, wobei auch schon enzelne Exemplare bis zu (km geflogen sind z.B. über Wasser:

Bis heute bekannte Wirtspflanzen:

Mehr als 300 Wirtspflanzen aus 79 Pflanzenfamilien. Die EFSA (European Food Safety Authority) spricht sogar von 700 Wirtspflanzen

  • Gehölze: Ahorn, Buche, Eiche etc.
  • Obstgehölze: Apfel, Kirsche, Pflaume, Kirsche etc.
  • Beerenobst: Himbeere, Brombeere, Heidelbeere, Erdbeere etc.
  • Gemüse: Tomate, Spargel, Bohne etc.
  • Wein
  • Ackerkulturen: Mais, Kartoffel etc.
  • Grünflächen: v. a. gepflegte Rasen (z. B. Golfplätze), Wiesen und Weiden
  • Zierpflanzen und -gehölze: Heide, Dahlien, Thujen, Flieder etc.
Japankäfer; Spürhunde; Popillia japonica;

Symptome und Schäden:

Die Käfer fressen die Blätter an deren Oberfläche lassen aber die Blattaderung meist aus.

Alle Bilder unter common use EPPO

Auftreten in Europa:

 

Country Status
Belgium Absent, no pest record
Germany Absent, unreliable record
Italy Present, restricted distribution
Lithuania Absent, confirmed by survey
Netherlands Absent, intercepted only
Portugal Present, restricted distribution
Portugal/Azores Present, no details
Russia Present, restricted distribution
Russia/Far East Present, restricted distribution
Slovenia Absent, confirmed by survey
Switzerland Present, restricted distribution

 

Karte: EPPO 2019
Karte: EPPO 2019

Bekämpfungmassnahmen:

Der Japankäfer besitzt nätürliche Feinde, welche gezielt eingesetzt werden können wie z.B. Parasiten, Nematoden, Pathogene oder Prädatoren. Bei den Nematoden muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Ausbringung dieser während den kälteren Monaten (Nov.-Feb.) unwirksam ist.